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1984 - Versuchslackierung BVB


1984 wurde mit den beiden KT4D-Wagen 219 009-6 und 219 010-2 die neue Lackierung für die Berliner Straßenbahn vorgestellt. Beide Wagen verließen nach erfolgter Hauptuntersuchung (HU) am 31.03.1984 das RAW Schöneweide. Die Türen und Stirnseiten erhielten die Farbe rotorange. Der Grundton aller Berliner Fahrzeuge sollte das elfenbeinbeige sein. Bei den Stirnseiten und den Türen waren bei der S-Bahn bordeauxrot, bei der U-Bahn chromgelb und bei den Busse gelborange vorgesehen. Damit sollte eine optische Abhebung der Türen erfolgen.

Die Wagen 219 009-6 und 219 010-2 galten anfangs als Prototypen für die neue Lackierung, da nachfolgenden Hauptuntersuchungen im Zeitraum vom 01.04.1984 bis 28.08.1984 wieder in Rot/Weiß lackiert wurden. So wurden nachfolgende Wagen während der Hauptuntersuchung im RAW Schöneweide wieder in Rot/Weiß lackiert:

219 005-5
» HU 11.04.1984
219 012-7
» HU 30.04.1984
219 022-3
» HU 21.06.1984
219 030-3
» HU 27.07.1984
219 006-3
» HU 12.04.1984
219 015-1
» HU 11.05.1984
219 025-6
» HU 29.06.1984
219 033-6
» HU 29.06.1984
219 007-1
» HU 09.05.1984
219 016-8
» HU 24.05.1984
219 027-2
» HU 16.06.1984
219 036-0
» HU 31.07.1984
219 011-0
» HU 30.04.1984
219 021-5
» HU 31.05.1984
219 029-7
» HU 20.07.1984
219 037-7
» HU 28.08.1984

Mit Abschluss der Hauptuntersuchung am Wagen 219 038-5 (HU 30.08.1984) wurden ab diesem Wagen die neue Lackierung - wie beim 219 009-6 und 219 010-2 - wieder an den Fahrzeugen gespritzt. Bis Ende Dezember 1984 erhielten insgesamt 20 Wagen vom Typ KT4D diese neue Lackierung. Es handelt sich dabei um folgende Wagen:

219009
219010
219013
219035
219038
219039
219040
219 009-6
219 010-2
219 013-5
219 035-2
219 038-5
219 039-3
219 040-8
HU 31.03.1984
HU 31.03.1984
HU 28.12.1984
HU 29.08.1984
HU 30.08.1984
HU 31.08.1984
HU 28.09.1984
Linie 28
Hack. Markt
1984
© Slg.Hilkenbach
Probefahrt
Regattatribüne
03/1984
© Slg.Hilkenbach
Linie 11
Mollstr.
24.04.1987
© Ivo Köhler
Linie 12
S-Bf. Marzahn
10/1985
© Ivo Köhler
Linie 28
Georgenstr.
03/1985
© Ivo Köhler
Linie 28
Hack. Markt
03/1985
© Ivo Köhler
Linie 24
Pflugstr.
10/1985
© Ivo Köhler
   
219041
219042
219043
219044
219047
kein Bild vorhanden
219049
219 041-6
219 042-4
219 043-2
219 044-0
219 047-3
219 048-1
219 049-8
HU 31.08.1984
HU 28.09.1984
HU 10.10.1984
HU 31.10.1984
HU 27.12.1984
HU 30.11.1984
HU 26.11.1984
Linie 24
Mollstr.
02.01.1985
© Ivo Köhler
Linie 14
Henneckestr.
03.03.1985
© Axel Müller
Linie 70
Zingster Str.
1985
© Ivo Köhler
Linie 11E
All. d. Kosmon.
19.03.85
© Gammrath
Linie 70
Stahlheimer Str.
06/1986
© Ivo Köhler
Linie E
Georgenstr.
05/1985
© Ivo Köhler
   
219313
219314
219315
219316
219318
219319
219 313-8
219 314-6
219 315-4
219 316-2
219 318-7
219 319-5
HU 29.12.1984
HU 20.11.1984
HU 22.11.1984
HU 30.11.1984
HU 07.11.1984
HU 30.11.1984
Linie 70
Am Kupfergr.
04/1985
© Ivo Köhler
Linie 70
Am Kupfergr.
04/1985
© Ivo Köhler
Linie 11
Mollstr.
11.10.1985
© Ivo Köhler
Linie 11
Oderbruchstr.
07/1985
© Ivo Köhler
Linie 70
Am Kupfergr.
03/1985
© Ivo Köhler
Linie 3
Björnsonstr.
06/1985
© Ivo Köhler

Bei den Wagen 219 313-8, 219 314-6, 219 315-4, 219 316-2, 219 318-7 und 219 319-5 handelt es sich um die ehemaligen Wagen aus Leipzig. Diese Wagen wurden aufgrund einer Typenbereinigung 1984 an die Berliner Verkehrsbetriebe abgegeben.

Im September 1984 wurde im RAW Schöneweide der erste TE59 und zwei BE59 in der neuen Lackierung lackiert.

217083
kein Bild vorhanden
kein Bild vorhanden
217 083-0
267 049-6
267 059-2
HU 24.09.1984
HU 25.09.1984
HU 27.09.1984
RAW Schönew.
09/1984
© Slg. Götze
   

Die neue Lackierung fand beim Rekozug keinen Anklang, sodass dieser Zug bestehend aus 217 083-0 / 267 049-6 / 267 059-2 das RAW Schöneweide mit der neuen Lackierung nie verließ. Eine neue Lackiervariante wurde erstellt. Der Fensterbereich wurde komplett in elfenbeinbeige und unterhalb der Fenster in rotorange lackiert. Getrennt wird das Ganze durch einen Schwarzbraunen Zierstreifen. Der zuerst in der Versuchslackierung lackierte Rekozug wurde nun nochmals mit der neuen Hauptstadtlackierung überlackiert. Bei genauerem Hinsehen, konnten die Farbunterschiede der Neulackierung erkannt werden.

Auch ein Großraumzug (218 003-3 / 268 109-7) wurde nach der HU ab November 1984 mit der neuen Hauptstadtlackierung versehen.

Beim KT4D wurde der 219 313-8 (HU 29.12.1984) als letzter in der Versuchslackierung nach der HU an die BVB übergeben. Am gleichen HU-Tag (29.12.1984) wurde die beiden Wagen vom Typ KT4D 219 014-3 und 219 317-0 nach der HU ebenfalls in der neuen Hauptstadtlackierung übergeben. Beim Wagen 219 317-0 handelt es sich um einen ehemaligen Wagen aus Leipzig.

217083
267049
267059
218003
268109
219014
219317
217 083-0
267 049-6
267 059-2
 
218 003-3
268 109-7
 
219 014-3
219 317-0
HU 31.03.1984
HU 31.03.1984
HU 28.12.1984
 
HU 29.08.1984
HU 30.08.1984
 
HU 31.08.1984
HU 28.09.1984
Linie 17
Langenbeckstr.
12.10.1985
© Ivo Köhler
Linie 49
Rosenth. Str.
03.12.1987
© Ivo Köhler
Linie 17
Str. d. Befreiung
03/1985
© Ivo Köhler
 
Linie 83
Kietzer Str.
01.03.1985
© Ivo Köhler
Linie 83
Btf. Köpenick
08/1985
© Ivo Köhler
 
Linie 12
Bernkasteler S.

© Axel Müller
Linie 24
Pflugstr.
03/1985
© Axel Müller

Die 20 Wagen vom Typ KT4D mit der Versuchslackierung verkehrten bis 1987/88 in dieser Versuchslackierung und wurden dann ebenfalls in der neuen Hauptstadtlackierung um lackiert. Mit der KT4D-Lieferung von CKD Prag ab dem Wagen 219 361-3 wurde die neue Hauptstadtlackierung ab März 1985 bereits ab Werk lackiert. Das tschechische Rotorange glich doch eher einem Orange und war dementsprechend heller.

Nur bei den Omnibussen und der U-Bahn konnte sich das Farbschema durchsetzen. Bei der Berliner S-Bahn erhielten fünf Viertelzüge der Baureihe 277 (277 297/298, 323/324, 393/394, 405/406 und 447/448) ebenfalls eine neue Versuchslackierung. Hierbei wurden verschiedene Lackierungsvariante getestet. Als Spitznamen erhielten diese Züge den Namen: Lattenzaun. Auch hierbei konnte die Versuchslackierung nicht überzeugen, sodass der Dreiviertelzug 277 223/224, 251/252 und 357/358 die endgültige Lackierungsvariante erhielt.

Ich bedanke mich bei Ivo Köhler für die freundliche Unterstützung.